Im WS 2016/17 studierten an der Universität Wien 93.855 Personen, 27.960 von ihnen waren sogenannte internationale Studenten. Damit studieren an der Uni Wien mittlerweile mehr Fremde, als es im WS 1955/56 überhaupt Studenten in Österreich gab.
Während in 1960er Jahren die Zahl der Studenten österreichweit um 14.619 anstieg, kamen in den 1970er Jahren 62.464 Studenten hinzu. In den 1980er Jahren stieg die Studentenzahl um 77.863. Eine natürliche Entwicklung kann dies schon deshalb nicht sein, da in den 1960er Jahren 1.292.808 Kinder hierzulande geboren wurden, in den 1970er Jahren 958.903 und in den 1980er Jahren 896.724. Was sind also die Gründe hierfür?
Als am 19.9.2000 ÖVP und FPÖ wieder eine Studiengebühr (5.000 Schilling bzw. 363,36 Euro pro Semester) beschlossen haben und diese im WS 2001/02 das erste Mal eingehoben wurde, sank die Studentenzahl erstmals. Und zwar um 45.143 Personen im Vergleich zum vorherigen Wintersemester!
2008 wurden die Studiengebühren innerhalb der Mindeststudiendauer plus Toleranzzeit wieder abgeschafft. Das Lotterleben alleine ist es aber nicht. Den Zuwachs an Studenten bescheren uns in erster Linie die geringeren Anforderungen im österreichischen Schul- und Universitätssystem. Jeder unserer Leser kennt hierfür genügend Beispiele. Wir wollen es deshalb allgemein halten, erwähnenswert ist zum Beispiel das Problem vieler Lehrherren, geeignete Lehrlinge zu finden. In einem Artikel des ORF-Niederösterreich lesen wir hierzu:
„Die Suche nach geeigneten Lehrlingen ist für viele Unternehmen in den vergangenen Jahren schwieriger geworden, sagt Frank Preissler, Personalchef von Liebherr: ‚Die Defizite gehen ganz tief hinein bis in die Grundrechnungsarten oder Deutsch. Einerseits werden bei den Tests ganz bescheidene Ergebnisse geboten, und andererseits ist auch das Thema Umgangsformen schwierig. Pünktlichkeit oder zu wissen, wie man sich benimmt, ist ganz wichtig in einem Unternehmen.’“
Viele Andere scheint es an die Universität zu ziehen. Das führt naturgemäß zu Problem. Die TU Wien bietet deshalb seit 2008 den AKMATH an. AKMATH, das ist der Auffrischungskurs Mathematik. Auch an der TU Graz gibt es mittlerweile einen solchen Kurs, um die Studenten auf Maturaniveau zu bringen. Bei den Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) scheint dies notwendig, beim SoWi-PoWi-Unsinn allerdings nicht.
Im Ausländermagazin „biber“, Ausgabe Herbst 2017, gibt Melisa Erkurt Einblicke in die Welt von türkischen Studenten. Online ist das ganze hier abrufbar.
„Felix ist 25, Politikwissenschaften-Absolvent der Uni Wien und Ghostwriter – mit Spezialisierung auf türkische Studenten. In Prüfungsmonaten verdient er bis zu 1200 Euro. In seinem Repertoire: Prüfungen schreiben (100€), Hausübungen (50€), Referate (100€) und Seminararbeiten (30€ pro Seite). Bei Prüfungen schicken ihm seine Klienten während der Prüfung die Fragen per WhatsApp und er antwortet. Als er selbst noch studiert hat, hat sich Felix im Prüfungssaal neben seine Klienten gesetzt, die Prüfung für sie geschrieben und selbst nur ein leeres Blatt abgegeben. „Ich habe ein und dieselbe Prüfung schon drei bis viermal für andere geschrieben. Für mein eigenes Studium musste ich dann kaum mehr lernen“, so der 25-Jährige. Dafür haben die meisten seiner Klienten das Studium vor ihm abgeschlossen – trotz mangelnder Deutschkenntnisse.“ (Melisa Erkurt: „Das Business mit den türkischen Studenten“ in „biber“, Ausgabe Herbst 2017; S. 23.)
Fragen per WhatsApp beantwortet bekommen und selbst gar keine Prüfungen schreiben, kein richtiges Deutsch können, dennoch das Studium abgeschlossen haben. Was für türkische Studenten möglich ist, dürfte für österreichische auch kein Problem darstellen. Das sollte man sich ins Gedächtnis rufen, wenn wieder ein SoWi-PoWi-Irgendwas-Bachelor über die angeblich ach so ungebildeten FPÖ-Wähler herzieht.
Doch der Artikel von Frau Erkurt gibt noch mehr her.
„Für 100 Euro verfasst Felix auch Praktikumsberichte über Praktika von türkischen Studenten bei der ÖVP Favoriten.“ (Melisa Erkurt: „Das Business mit den türkischen Studenten“ in „biber“, Ausgabe Herbst 2017; S. 23.)

Entnommen aus „biber“, Ausgabe Herbst 2017, S. 25.
Neben der immer sichtbareren Verausländerung unserer Universitäten, immerhin zahlen die Kosten dafür die österreichischen Steuerzahler, denn die geringen Studienbeiträge sind bei weitem nicht kostendeckend, haben wir es hier offensichtlich auch mit Betrug zu tun. Hier werden mit Hilfe der Ausländerparteien (siehe das Beispiel ÖVP) Fremde auf unsere Kosten akademisch graduiert, um eben diese Schwindler dann den Österreichern vorzuhalten: Als erfolgreiche Migranten und angeblich notwendige Bereicherung für den Arbeitsmarkt in Österreich.
Neben den erfundenen Ausbildungen der Abenteurer sehen wir am Beispiel der Türken in Österreich, was an Österreichs Universitäten in Wahrheit los ist.


